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Bionachrichten
Juni 201601.06.2016
Juni 2016

Im Kleinen funktioniert´s am besten. Das ist der Eindruck, der sich während der Recherchen für unser Titelthema verstärkt, manifestiert hat und hängen geblieben ist. Tote Ferkel? Durch Hörner verletzte Rinder? Aggressive Tiere? Krankheiten? Knappes Eiweiß-Futter? Auf Anton Daponts Hof im niederbayerischen Egglham etwa kennt man diese Probleme nicht (Seite 24-26). Mit fünf Sauen züchtet er seine Leasing-Ferkel, einige Geflügel, Schafe und Rinder kommen dazu, eine kleine Jausenstation und ein Ferienzimmer zur Vermietung. Davon leben die Betreiber, weil sie sich ein cleveres Konzept erdacht haben. Klein, aber schlau sein. Ein Erfolgsrezept?

Dass Landwirtschaft im großen Stil nicht gut funktioniert, wird uns immer wieder vor Augen geführt. Die Belastung von Wasser, Luft und Boden, die Abhängigkeit von der Chemieindustrie, der Import von Futtermitteln und die Haltung von Tieren in Massen bringen sowohl wirtschaftliche als auch ethische Probleme mit sich. Eine Riesenchance liegt dagegen in der bäuerlichen Landwirtschaft. Ökologisch betrieben birgt sie enorme Potenziale. Sie verbessert die Ernährungssituation,
verhindert Umweltschäden und schafft unabhängige Existenzen.

Stetiger Fortschritt, stetiges Wachstum und steigender Profit: Das sind die falschen Ideale in derLandwirtschaft, die dazu führen, dass künstliche Katalysatoren wie das Totalherbizid Glyphosat (Seite 12-17) die natürlichen Prozesse vorantreiben müssen, um massenkompatibel und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das rechte Maß – nirgendwo sonst ist es so notwendig wie in der Landwirtschaft. Und Querdenken – so lautet das Erfolgsrezept.

 

Weitere Themen im Heft

Agrarpolitik Glyphosat: ein EU-Krimi.  (S. 12-17)

Glücksschweine. Anton Dapont verleast seine Tiere und hält sie ganzjährig im Freiland. (S. 24-26)

Immer am Wälzen. Der älteste Bio-Schweinebetrieb Deutschlands auf Gut Herrmannsdorf. (S. 30-31)

Nachhaltig leben: Wann muss ich Lebensmittel wirklich wegwerfen? (S. 36-38)



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