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Bionachrichten
Dezember 201727.11.2017
Dezember 2017

Früher war alles besser? Oder bloß anders? „Die nächste Generation“ kommt! Als Titelthema in unser Blatt und in die Ställe und Werkstätten, auf die Felder und in die Läden. Bio verändert sich, neue Ideen ziehen in die Köpfe ein. Die Verbraucher werden kritischer. Eine neue Generation versorgt sich biologisch und entscheidet sich bewusst für die Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft, die Schonung unserer natürlichen Ressourcen, Artenschutz und Tierwohl sowie eine gesündere Ernährung. Und auch die Politik schreibt sich offiziell Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft auf die Fahnen. Die Voraussetzungen für die neue Generation von Landwirten und Verarbeitern haben sich damit stark verändert. Wir fragen im aktuellen Heft nach, wie sich der Weg der Jungen von den Bio-Pionieren unterscheidet, wie sich die Übergabe von Hof und Betrieb gestaltet, mit welchen neuen Problemen die neue Generation zu kämpfen hat, was sie aus der Vergangenheit gewinnt und sich für die Zukunft wünscht (S. 16 – 31).

Sowohl Landwirtschaft als auch Ernährung unterliegen einem ständigen Wandel. Wirft man jedoch einen Blick auf die Teller in Kindergärten, Kantinen und Altenheimen, beschleicht einen das Gefühl völliger Ignoranz dieser Veränderungen. Produkte aus Massentierhaltung und industrieller Erzeugung, Fleisch im Übermaß, wenig Vollkorn. Sowohl Kinder als auch Berufstätige und Senioren sind heute auf die Außer-Haus-Verpflegung angewiesen, die oftmals wenig Chancen auf eine bewusste Ernährung bietet. Dass biologische und gesunde Außer-Haus-Verpflegung gut möglich und nicht teuer sein muss, beweisen die Dänen. In öffentlichen Einrichtungen in Kopenhagen wird zu 90 Prozent mit Bio-Lebensmitteln gekocht (S. 12). Die Preise wurden durch die Umstellung nicht erhöht, was den tollen Nebeneffekt hatte, dass auch das Kochen selbst reformiert und damit qualitativ verbessert wurde. Doch man muss nicht so weit über die Grenzen hinausschauen. Silvia Popp verpflegt Kinder einer Kindertagesstätte in Würzburg für 3,50 Euro am Tag vom Frühstück bis zum Nachmittagssnack (S. 32) biologisch!

Gewöhnen mussten sich alle erst einmal an das neue Essen. Und auch das Personal musste zum Umdenken beraten und angeleitet werden. Eine neue Generation für die Außer-Haus-Verpflegung! Die Zukunft kann besser werden! In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure

Ronja Zöls



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