biokreis
Aktuelles
04.09.2013
Biokreis zur Berichterstattung über Putenhaltung in Biobetrieben

Aktuelle Berichte über Missstände über die Haltung von Ökoputen zeigen Tiere in schlechtem Gesundheitszustand und unzureichenden Haltungsbedingungen.

Festzustellen ist, dass kein Biokreisbetrieb betroffen ist und dass die gezeigten Bilder in keinster Weise den Gegebenheiten auf unseren landwirtschaftlichen Betrieben entsprechen. Natürlich gibt es im Einzelfall kranke Tiere, auch trifft es zu, dass im Laufe der Mast Tiere verenden. Daraus den Schluss zu ziehen, dass Ökoputenhaltung generell in dieser Form abläuft ist allerdings nicht zutreffend.

Tatsache ist, dass die Haltung von Ökoputen sehr viel besser ist als die ihrer konventionellen Artgenossen. Beim Biokreis mit seinen angeschlossenen Putenerzeugern haben die Tiere erheblich mehr Platz. Die Tiere haben die Möglichkeit in einem Grünauslauf nach draußen zu gehen. Darüber hinaus gibt es Stroheinstreu und zahlreiche Gelegenheiten, ihr natürliches arteigenes Verhalten auszuleben. Bei Biokreis gibt es eine Obergrenze für die Anzahl der gehaltenen Tiere pro Betrieb, außerdem arbeiten die meisten Biokreiserzeuger mit der Rasse „Kelly Bronze Pute“. Diese Rasse zeichnet sich aus durch Robustheit und Genügsamkeit, ist langsam wachsend und kann sogar im Freiland gehalten werden. Den Küken werden grundsätzlich keine Schnäbel gekürzt, Picken, Sandbaden und Gefiederpflege und das Ausleben von angeborenem Sozialverhalten ist damit ganz natürlich möglich.

Biokreisbetriebe mästen Hähne und Hennen in unterschiedlichen Gruppen, weil die Herden so insgesamt ruhiger werden. Die Hähne werden in ca. 26 Wochen bis zu 18 kg schwer, die Hennen in ca. 23 Wochen bis zu 9 kg. Dabei frisst ein Hahn ca. 60 kg Futter, eine Henne ca. 30 kg. Die Tiere haben bei längerer Mast ein um 20 % geringeres Mastendgewicht als konventionelle Puten. 

Trotz guter Ansätze ist es leider immer noch so, dass viele Biobetriebe auf herkömmliche konventionelle Rassen zurückgreifen müssen. Es sind spezialisierte Hybridrassen, die im Wesentlichen von zwei weltweit tätigen Zuchtunternehmen angeboten werden. Eine spezielle Rasse für den Ökolandbau gibt es bis dato leider nicht. Sieht man von positiven Ansätzen,  wie z.B. der „Kelly Bronze Pute“ ab, steht der Ökolandbau vor der Herausforderung -  eine vernünftige Rasse, zugeschnitten für die Haltungs- und Fütterungsbedingungen im Ökolandbau weiter zu entwickeln.

 

   
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