Runder Tisch „Wolf in NRW“

Ende August lud die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser gemeinsam mit dem LANUV Vertreter von Landwirtschafts- und Naturschutzverbänden zu einem Runden Tisch „Wolf in NRW“ ins Ministerium nach Düsseldorf ein. Die Ministerin hatte bereits im vergangenen Jahr einen Brief mit den Anliegen und Forderungen der LVÖ NRW bezüglich der Wolfsthematik erhalten. Ende April wurde sie nochmals schriftlich von einem Zusammenschluss der Weidetierhalter (bestehend aus WLV, RLV, LVÖ, Schafzuchtverband und FHB) eindringlich auf bestehende Probleme aufmerksam gemacht.


Beim Runden Tisch schenkte Ursula Heinen-Esser den Stimmen aller Anwesenden ein offenes Ohr. Sie machte aber deutlich, dass für eine Freigabe zum Abschuss eines auffällig gewordenen Wolfes dieser zumindest einen 1,20 Meter hohen, nachweislich zu diesem Zeitpunkt stromführenden Zaun überwunden haben muss. Der Nachweis erfolgt mit GPS-Datenlogger. Datenlogger würden derzeit kostenfrei vom NABU NRW zur Verfügung gestellt. Für eine Entschädigung bei Wolfsrissen ist aber weiterhin kein Nachweis mittels Datenlogger erforderlich.


Für die LVÖ führten Achim Koop (selbst Bioland-Schäfer) und Dr. Gudrun Plesch, Geschäftsführerin des Biokreis Erzeugerrings NRW, noch einmal die Bedeutung der Beweidung durch Wiederkäuer und die Verpflichtung zum Weidegang für den Ökolandbau ins Feld. Sie fragten, wie sich das Ministerium hier zukünftig positionieren wird. Die Ministerin versprach daraufhin, auch auf Bundesebene in der Agrarministerkonferenz das Thema Wolf mit Blick auf die geforderte Weidetierhaltung im Ökolandbau auf die Agenda zu bringen. Sie stellte weitere Gespräche mit den Landwirtschaftsverbänden in Aussicht, da vor allem die Frage der Haftung, Kompensation und des Nachweises bei Wolfsübergriffen auf große Wiederkäuer und Pferde noch gänzlich ungeklärt ist.    

gp

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