Ausgezeichnete Biokreis-Produkte

Die strahlenden Sieger: Hans Peter Wagner, Biobäckerei Wanger (links) und Rudi Hirz, Apostelbräu (Mitte). Vorstand Gottfried Erves gratulierte für den Biokreis (rechts). | Bild: Jana Werner

Beim Wettbewerb um Bayerns beste Bioprodukte sind in diesem Jahr zwei Biokreis-Betriebe unter den Preisträgern: Die Biobäckerei Wagner erhält für den „Woidstoin“ Gold, Apostelbräu gewinnt mit dem „Schwarzen Hafer“ den Innovationspreis.

Der Biokreis e.V., Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung, gratuliert seinen ausgezeichneten Mitgliedsbetrieben herzlich. Franz Strobl, Vorstandsvorsitzender des Biokreis e.V.: „Es ist toll zu sehen, dass unsere Mitglieder sich immer wieder Neues einfallen lassen. Mit ihren Produkten leisten sie echte Überzeugungsarbeit für den Ökolandbau. Wir sind stolz auf unsere innovativen Betriebe!“
Bei der Preisverleihung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gratulierte Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Preisträgern. Hubert Heigl, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) e.V., überreichte gemeinsam mit Bio-Königin Carina I. die Urkunden an die insgesamt zehn Gewinner des Wettbewerbs „Bayerns beste Bioprodukte 2020“.
Mit dabei: Hans-Peter Wagner, Geschäftsführer der Biobäckerei Wagner in Tiefenbach, und Rudi Hirz, Inhaber der Privatbrauerei Apostelbräu in Hauzenberg. Sie können stolz auf ihre ausgezeichneten Produkte sein!

Regionales Stollen-Wunder: Gold für den „Woidstoin“ der Biobäckerei Wagner

Ehrlich, fair, regional: Das ist das Motto, dem sich die Biobäckerei Wagner aus Ruderting bei Passau verpflichtet hat. Ihr Woidstoin, der als eines der besten Bio-Produkte Bayerns mit Gold ausgezeichnet wurde, ist im Geschmack unverwechselbar und ein echt regionales Produkt. Dinkelmehl, Aronia-Beeren und Hefe kommen aus Passau, die Heumilch aus Untergriesbach. Der Gin für die Aromatisierung der Früchte kommt aus Waldkirchen. Eier und Butter sind natürlich auch bayerisch. Nur bei den Nüssen und weiteren Zutaten stößt das Bemühen der Biobäckerei Wagner um bio-regionale Zutaten derzeit noch an Grenzen.
Der Woidstoin schmeckt wunderbar saftig, die leichte Säure der Früchte schafft den perfekten Kontrast zum sparsam eingesetzten Zucker. Dieser Stollen ist ein Meisterwerk der bio-regionalen, kreativen Bäckerskunst!


Unikat unter den Schwarzbieren: Innovationspreis für „Schwarzer Hafer“ von Apostelbräu

Schwarzer Hafer ist eine alte Hafersorte mit dunklen Körnern, die in der ökologischen Landwirtschaft eine kleine Renaissance erlebt. Als echter Kreativbrauer wollte Rudi Hirz herausfinden, ob sich daraus auch Bier brauen lässt. Er tüftelte und experimentierte, passte den Maischevorgang und das Läutern an und schaffte es schließlich sogar, dass der Schwarze Hafer im Glas den gewünschten Schaum mit sich bringt. Das Ergebnis: Eine köstliche bayerische Schwarzbierspezialität in regionaler Bio-Qualität und ein echtes Unikat.  
„Apostelbräu“, die kleine Privatbrauerei in Hauzenberg im südlichen Bayerischen Wald gibt es schon seit 1890. Braumeister Rudi Hirz, der Tradition und Moderne aufs Beste miteinander kombiniert, hat sich wegen seiner Vorliebe fürs Außergewöhnliche auf alternative Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn und Hafer spezialisiert. Alle Biere werden handwerklich und ohne Zusatz von Hilfsmitteln gebraut und bleiben traditionell naturtrüb.

Bayerns beste Bioprodukte: Der Wettbewerb

„Bayerns beste Bioprodukte“ entstehen dort, wo bayerische Bio-Betriebe beste bayerische Bio-Zutaten verarbeiten. Für 2020 hat die LVÖ Bayern den Wettbewerb bereits zum achten Mal ausgeschrieben.
Auch im nächsten Jahr können sich bayerische Lebensmittelhersteller und landwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung wieder für „Bayerns beste Bioprodukte“ bewerben. Eine fünfköpfige Fach-Jury bewertet Geschmack und Erscheinungsbild der ausgewählten Lebensmittel; aber auch das Engagement der herstellenden Unternehmen für Umwelt, Tierwohl und für ihre jeweilige Region findet Eingang in die Bewertung. Die Produkte müssen zu mindestens zwei Dritteln aus bayerischen Bio-Rohstoffen bestehen und in Bayern hergestellt werden.

                       

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