Den Blick nach vorn gerichtet

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Mitgliederversammlung des Biokreis Erzeugerring NRW

 

Der Saal im Suerlänner Eck in Kirchveischede war voll. Knapp 50 Menschen wollten wissen, wie es nach einem turbulenten Jahr 2019 mit dem Biokreis Erzeugerring NRW weitergeht. Denn – das zeigte der Geschäftsbericht – das Jahr 2019 war ein besonderes. Der Erzeugerring hat nicht am Wachstum der Öko-Landwirtschaft in NRW teilhaben können, dies belegten die rückblickenden Zahlen. Zudem trennten sich die Wege von Erzeugerring und der Geschäftsführerin Dr. Gudrun Plesch. Für 2020 aber sieht es gut aus: Ein neues Team ist gefunden, positive Veränderungen sind eingeleitet, mehr Vereinsmitglieder haben die Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt.

 

Doch der Reihe nach: Nachdem der Vorstandsvorsitzende Gottfried Erves die zahlreichen Anwesenden begrüßt hatte, stellte die neue Geschäftsführerin Dörthe Gronemeyer den Jahresabschluss 2019 vor. In der Gesamtbilanz der drei Jahre unter der Geschäftsführung von Gudrun Plesch bleibt ein Plus von 3.500 Euro und eine negative Betriebsentwicklung. Im Geschäftsbericht für 2019 – gehalten von Peter Schmidt, Vorstandsmitglied und zwischenzeitlich Interims-Geschäftsführer – wurde deutlich, dass es zwar viele Aktivitäten gab, dass es aber an der Mitgliederbetreuung und an der Gewinnung von Neumitgliedern fehlte. 

 

Nachdem klar war, dass sich Erzeugerring und Geschäftsführung trennen würden, wurde sogleich die Neuaufstellung durch den Vorstand angepackt. Jetzt ist das Team wieder komplett. Es besteht aus:

• Dörthe Gronemeyer, seit Februar 2020 Geschäftsführerin des Erzeugerrings und Beraterin Rind

• Christian Amend, seit Mai 2019 Berater für kleine und große Wiederkäuer, Grünland

• Verena Becker, seit März 2020 Beraterin für Mutterkühe, Geflügel

• Jörn Bender, seit rund 15 Jahren Berater, jetzt konzentriert auf Niedersachsen

• Silvia Bryant, seit Dezember 2019 Leitung der Geschäftsstelle in Hilchenbach

• Peter Schmidt, stellvertretende Geschäftsführung seit Februar 2020 und Berater für (Direkt)Vermarktung

 

Zudem unterstützt die Geschäftsstelle die neuen FachArbeitsKreise, die von Mitgliedern des Erzeugerrings betreut werden. Diese FachArbeitsKreise widmen sich aktuell den Themen Bienenhaltung, Geflügel, Grünland, Junge Generation, Verbandsentwicklung und Vermarktung.

 

In kürzester Zeit haben sich außerdem vier Unternehmen gefunden, die als Partner gemeinsam mit dem Biokreis Erzeugerring NRW die Öko-Landwirtschaft in NRW und Niedersachsen voranbringen wollen. Es handelt sich um die Horbacher Mühle (Neunkirchen-Seelscheid), Lindner Traktorenwerk (Kundl/Tirol), Rowa (Melle) und weidezaun.info (Viöl).

 

Zum Schluss gab es noch eine weitere gute Nachricht: Der Erzeugerring zieht mit seiner Geschäftsstelle ins neu entstehende „Haus der Landwirtschaft“ nach Kreuztal im Siegerland.  Hier wird sich der Erzeugerring NRW einbringen und die Interessen des Ökolandbaus vertreten.

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