Erster Spatenstich für die neue Mühle

Johannes Priemeier, Johann Priemeier und Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer beim Spatenstich.

Das Familienunternehmen Antersdorfer Mühle im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn baut an neuem Standort die vor vier Jahren im Hochwasser zerstörte Mühle neu und stattet sie mit modernster Technik aus.

Anfang Juni war es endlich soweit: Mit einem zeremoniellen Spatenstich wurde die Bauphase für die neue Antersdorfer Mühle eingeleitet. „Nach vier Jahren Planungszeit ist die Freude sehr groß“, meint Geschäftsführer Hans Priemeier lächelnd. „Wir haben den Neubau lange vorbereitet. Es war nicht immer einfach, unsere Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen.“

Doch nun sind alle Hindernisse überwunden und der Neubau ist auf den Weg gebracht. Bis Ende 2021 soll die neue Antersdorfer Mühle am im Gewerbegebiet Erlach-Waltersdorf in Simach fertiggestellt sein. Mit modernster Technik ausgestattet bietet sie beste Voraussetzungen, um die qualitative Entwicklung des Unternehmens voranzubringen. Auf 14.000 Quadratmetern finden Verwaltung, Silos und Mühle ausreichend Platz. Sowohl bei der Lagerung als auch bei der Verarbeitung des Getreides werden modernste technische Standards umgesetzt. So sorgen zum Beispiel zukünftig gekühlte Silos für eine optimale Lagerhaltung.

Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit fand bei der Bauplanung Berücksichtigung: So werden in Zukunft zur Wärmegewinnung, die für die Trocknung des Getreides unerlässlich ist, Haferspelzen verheizt. Damit wird nicht nur ein Abfallprodukt optimal verwertet, sondern auch die CO2-Emission des Gebäudes reduziert.

Die Getreideannahme für Landwirte ist bereits für die Ernte im Sommer 2021 geöffnet. Die Mühle wird etwas später ab Anfang des folgenden Jahres ihre Arbeit aufnahmen. Das sind gute Aussichten für Biokreis-Betriebe: „Die Antersdorfer Mühle ist die einzige hundertprozentige Bio-Mühle in Süddeutschland. Seit der Katastrophe fehlt sie als Motor für die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in der Region“, erklärt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer. „Hans Priemeier als Pionier der Bio-Verarbeitung in Ostbayern wird mit dem Neuaufbau seiner Mühle wieder die zentrale Anlaufstelle für die Getreideverarbeitung und für die Verarbeitung anderer Saaten unserer Bio-Bauern in der Region und darüber hinaus sein.“


Rund 250 Landwirte in der Region werden von dem Neubau profitieren. Zudem werden 20 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Die ursprüngliche Produktionsstätte der Antersdorfer Mühle war 2016 bei einer Hochwasserkatastrophe komplett zerstört worden. Eine Wiederherstellung des Gebäudes am alten Ort war unmöglich. Mit dem Bau wird die Geschichte der Traditionsmühle am neuen Standort fortgeschrieben.