Kartoffelbauern gemeinsam am Acker

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Biokreis-Felderbegehung: Viele Direktvermarkter in der Region setzen auf Bio-Kartoffeln.

 

Endlich mal wieder gemeinsam: Die gelöste Stimmung war den Biokreis-Betriebsleitern anzumerken, als sie nach drei Monaten Corona-Lockdown wieder zusammenkommen konnten, um eine Felderbegehung in kleiner Runde vorzunehmen. Biokreis-Berater Jörn Bender hatte die Kartoffelbauern unter den Mitgliedsbetrieben nach Melle eingeladen, wo die Gruppe im Rahmen einer abendlichen Rundfahrt und unter Wahrung der Abstandsregeln Kartoffelschläge von insgesamt sechs verschiedenen Höfen in Augenschein nahm.


Bei dem Treffen, das noch vor den ergiebigen Niederschlägen Mitte Juni stattfand, präsentierten sich die Bestände gut entwickelt, allerdings schon im leichten Trockenheitsstress und mit noch soeben sichtbaren Schäden durch die Frosteinwirkung rund um die Eisheiligen. Die an sich wüchsige Witterung im zeitigen Frühjahr und das damit verbundene zeitige Auflaufen haben in der Region wie schon in den Vorjahren gerade die Frühkartoffeln und andere bis Mitte April gelegte Sorten anfällig für Spätfröste gemacht. So wurde in der Gruppe auch diskutiert, ob etwas später gepflanzte, dafür aber ohne Frosteinwirkung durchgewachsene Bestände vielleicht die bessere Variante sein könnten.

 

Insgesamt hat das trockene Frühjahr eine Unkrautbekämpfung mittels Striegel, Sternrollhacke, Netzegge und Häufelaggregaten gut ermöglicht, sodass sich die Bestände sehr sauber und aktuell gesund präsentierten. Auf den direktvermarktenden Biokreis-Betrieben wird eine große Sortenvielfalt angebaut, von altgedienten Granola, Linda und Laura über die neueren Sorten wie Goldmarie und Baltic Rose bis hin zu besonderen Knollen wie etwa der Blauen Anneliese, der purpurroten Dalida oder den verwachsenen Bamberger Hörnchen.