Volksinitiative Artenvielfalt bald in NRW

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Das Innenministerium hat die Volksinitiative Artenvielfalt der Umweltverbände akzeptiert – schon bald werden die ersten Infostände dafür werben und es werden Unterschriften gesammelt. Und dann wird wieder engagiert und emotional diskutiert. Das wissen wir schon heute.


Wir haben schon im Vorfeld engagiert diskutiert und für die Öko-Landwirtschaft gearbeitet. Wichtig zu wissen: Es ist eine Volksinitiative, kein Volksbegehren. Während ein Volksbegehren einen Gesetzesvorschlag vorlegt, ist eine Volksinitiative so etwas wie ein Auftrag an das Parlament, sich mit den Themen zu beschäftigen. Da sind dann auch für die Landwirtschaft wichtige Themen und Forderungen dabei wie die Senkung des Flächenfraßes oder der Beitrag zur Stärkung der Artenvielfalt. Meistens werden dabei die Landwirte in die Pflicht genommen, nicht aber all die Menschen, die Steingärten ihr eigen nennen, die mit lichtverschmutzender Neonreklame Insekten real vernichten und vieles mehr. Erfreulich: In Vorgesprächen konnten die Öko-Verbände gerade im landwirtschaftlichen Teil auf wichtige Passagen Einfluss nehmen, damit die ökologische Landwirtschaft nicht weiter unter Druck gerät.


Nach intensiven Diskussionen hat sich der Biokreis NRW dazu entschieden, der Volksinitiative zwar nicht zuzustimmen, aber auch den anderen Öko-Anbauverbänden nicht im Wege zu stehen. So unterstützt die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW die Volksinitiative - wohl wissend, dass die Initiative auch ohne uns Bauern erfolgreich sein wird. Denn die Hürden sind nicht hoch, es braucht keine 70 000 Unterschriften aus NRW.


Allen Beteiligten ist klar: Kommt es zu konkreten Gesetzesinitiativen, werden auch die Öko-Verbände teilweise eigenständige Positionen einnehmen (müssen). Wenn wir auf diesem Wege schon erreichen, dass der Flächenfraß reduziert wird und auch die Menschen in den Ballungsgebieten aktiv sein müssen und zudem noch dazu beitragen, dass es vermehrte Fördermaßnahmen für Öko-Landwirte und Waldbauern gibt, dann wäre dies eine Volksinitiative, die auch der Landwirtschaft etwas bringt. Dafür arbeiten wir. Und dafür war es gut, in den vergangenen Wochen zumindest im landwirtschaftlichen Teil mitgeredet zu haben. Ebenfalls war wichtig, dass die LVÖ NRW auch künftig mit einer Stimme spricht, wenn unsere Anliegen im weiteren Verfahren eingebracht werden. Dann wird wieder deutlich werden: Naturschutz geht nur MIT der Öko-Landwirtschaft.