Herausragende Persönlichkeiten des bayerischen Ökolandbaus geehrt

v.l.n.r.: Amtschef Hubert Bittlmayer, Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer, Georg Scheitz (LVÖ-Vorstand), Johann Priemeier, LVÖ-Vorsitzender Hubert Heigl, Hubert Dietrich.

Bei einem Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz überreichte Amtschef Hubert Bittlmayer am 31. August zwanzig herausragenden Persönlichkeiten des bayerischen Ökolandbaus eine Staatsmedaille des Freistaats Bayern. Mit hohem ehrenamtlichem Einsatz haben sie die ökologische Landwirtschaft in Bayern vorangebracht. Die Staatsmedaille in Silber erhielten fünf Personen für ihre Pionierleistungen in der Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen des ökologischen Landbaus (siehe Bild rechts). Weitere 15 Staatsmedaillen wurden für langjährige Verdienste um den Ökolandbau verliehen. Hans Schneck, ehemaliger Leiter der staatlichen Öko-Fachschule Schönbrunn, wurde mit dem Bayerischen Löwen ausgezeichnet. 

 

Auch Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer war unter ihnen und freute sich sehr über diese besondere Ehre: „Wenn man seine Überzeugung zum Beruf machen darf und dafür diese Auszeichnung bekommt, kann man nicht alles im Leben falsch gemacht haben ... Natürlich bin ich stolz darauf, diese Anerkennung zu erhalten  ̶  und meine beiden Söhne sind es auch.“ Die Medaillen überreichte Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 

 

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Hubert Dietrich, langjähriger Fachberater für Imkerei beim Biokreis Erzeugerring Bayern. Eine Staatsmedaille in Silber erhielt Johann Primeier, Geschäftsführer der Antersdorfer Mühle. 

 

Hubert Heigl, 1. Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), betonte in seinem Grußwort die Bedeutung ihres Engagements für das Gemeinwohl: „Die heute geehrten Personen haben in ihren Landwirtschafts- und Verarbeitungsunternehmen Pionierarbeit für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in Bayern geleistet. Sie haben bio-regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut, bei denen der Nutzen für alle Beteiligten und nicht der Profit eines Einzelnen im Vordergrund steht. Statt auf maximale Arbeitsteilung und Rationalisierung setzten sie auf Ganzheitlichkeit und Vielfalt. Sie haben sich in den Verbänden des ökologischen Landbaus – Naturland, Bioland, Biokreis und Demeter – eingebracht und darüber hinaus in ihren Gemeinden und weiteren Organisationen engagiert. Leitgedanken dieser Arbeit waren und sind das Gemeinwohl sowie die ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit.“