Biokreis-Bruderhahn-Projekt: Produkte für Direktvermarktung

Zwei Biokreis-Betriebe kooperieren – und heraus kommt ein Angebot für selbst vermarktende Eier-Produzent*innen. Zusammen getan haben sich die Bio-Kükenstube (Verl) und der Biohof Kapplermühle (Bad Berleburg). „Wir wollten unserer Junghennen-Kundschaft eine Möglichkeit bieten, nicht nur für die Pflicht zur Bruderhahn-Aufzucht zu zahlen, sondern auch Produkte der Hähnchen anbieten zu können“, beschreibt Christoph Huster, Geschäftsführer der Bio-Kükenstube, die Motivation. Mit Christian Schenkel, der auf seinem Hof eine wachsende Metzgerei betreibt, war schnell ein Partner gefunden mit dem notwendigen Know-how. Schenkel investiert bereits seit einigen Jahren kontinuierlich in die Hofmetzgerei und wird künftig Bruderhähne verarbeiten, wenn Husters Kundschaft dies wünscht.

 

Und so wird es funktionieren: Der (Biokreis)-Betrieb ordert dann nicht nur seine Junghennen in Verl, sondern lagert – da die meisten Eierproduzent*innen weder Kapazitäten noch Know-how für eine Bruderhahnmast haben – quasi die Bruderhahnaufzucht aus. Die Tiere werden dann nach der Schlachtung in Bad Berleburg verarbeitet, zum Beispiel zu Bolognese-Sauce, Frikassee, aber auch zu Hähnchen-Currywurst, Brühe, Fond, Leberwurst und anderen Produkten. „Die Produktpalette erweitert sich aktuell immer weiter“, freut sich Christoph Huster.

 

Der Zeitplan ist klar: Das Projekt soll – wenn alles klappt – im ersten Quartal 2022 starten. Wer sich im Vorfeld über Konditionen und Produkte informieren will, kann dies möglichst per E-Mail an info@bio-kuekenstube.de. Huster: „Dann können wir alle Interessierten zeitnah informieren.“ Künftig also werden so Biokreis-Bruderhahn-Produkte für den Hofladen oder auch für den Biohandel beziehungsweise den Einzelhandel produziert. So ist die Kooperation der beiden Biokreis-Betriebe auch für die vermarktenden Biokreis-Betriebe attraktiv.

psch