Biokreis-Betriebe produzieren Bayerns beste Bioprodukte

Markus Berl, Biomilchhof Berl, mit der A2-Urmilch. | Bild: Tobias Köhler / Biokreis

Bayerns beste Bioprodukte 2022: Die zehn Bio-Schmankerl, die das Rennen beim gleichnamigen Wettbewerb der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) gemacht haben, sind offiziell. Warum gerade diese Produkte die Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze sowie den Innovationspreis erhalten, zeigen zehn Videos auf www.bayerns-beste-bioprodukte.de. Hier wird deutlich, was Bio aus Bayern ausmacht: Umfassende Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität, verbunden mit einem besonders hohen Genussfaktor. Bio-Königin Annalena I. überreichte den Gewinner*innen bei einer Reise durch Bayern persönlich die Urkunden mit der Auszeichnung „Bayerns bestes Bioprodukt“. Darunter waren die Biokreis-Betriebe Biomilchhof Berl und Finkennest.

Gold für die A2-Urmilch vom Biomilchhof Berl

Die Familie Berl erhält für ihre A2-Urmilch die Auszeichnung als Bayerns bestes Bioprodukt in Gold. Der Milchviehbetrieb in Ascha bei Straubing legt besonders viel Wert auf die artgerechte Fütterung und die tierwohlgerechte Haltung seiner Kühe. Die Tiere sind von Mai bis Oktober auf der Weide. Im Winter, den sie im dick mit Stroh eingestreuten Laufstall verbringen, erhalten sie Heu. Die Kälber werden kuhgebunden aufgezogen, auch die männlichen Kälber bleiben bis zur Schlachtung am Hof. 

So entsteht Bio-Heumilch höchster Qualität, die frisch in der eigenen Hofmolkerei verarbeitet wird. Die 

A2-Urmilch unterscheidet sich von herkömmlicher Milch in der Zusammensetzung der Kaseine im Eiweißanteil der Milch. A2-Urmilch stammt von Kühen, die eine unveränderte Variante der natürlichen Vollmilch geben. Ursprünglich gaben wohl alle Rinder A2-Milch; erst durch eine Mutation hat sich unter den europäischen Rinderrassen die heute übliche A1-Variante verbreitet. 

A2-Milch gilt als besonders bekömmlich und verträglich und überzeugt durch ihren vollmundigen Geschmack, der viele Kund*innen „an die Milch von früher“ erinnert. „Diese Milch bietet die Möglichkeit, eines unserer Ur-Produkte in Bayern neu zu entdecken und den Unterschied zu schmecken“, sagt Monika Demgen vom Biomarkt Stemmerhof, die die A2-Urmilch in ihrem Laden verkauft. 

 

Simon Fink, Finkennest, erzeugt den Urgetreide-Grießbrei. | Bild: Tobias Köhler / Biokreis

Bronze für den Urgetreide-Grießbrei vom Finkennest 

Das Finkennest erhält für seinen Urgetreide-Grießbrei die Auszeichnung als Bayerns bestes Bioprodukt in Bronze. Der Ackerbaubetrieb mit Hofladen und Hofcafé in der Nähe von Rosenheim steht für regionalen Ökolandbau im besten Sinne. Hier gehen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung Hand in Hand. 

Inhaber Simon Fink baut auf knapp 12 Hektar Land die alten Getreidesorten Dinkel, Emmer und Einkorn an. Die sind zwar weniger ertragreich, dafür enthalten sie mehr Vitamine und Mineralstoffe. Seine Ernte verarbeitet Simon Fink in der eigenen Mühle und stellt daraus Mehl, Brot und andere Getreideerzeugnisse her. Verkauft wird alles direkt und vor Ort: im Hofladen, im Hofcafé oder über regionale Händler. 

Der Urgetreide-Grießbrei ist eine Mischung aus den drei alten Getreidesorten Emmer, Dinkel und Einkorn. Einkorn hat einen hohen Gehalt an einfachen Zuckerstoffen, dadurch schmeckt der Grießbrei auf natürliche Weise angenehm süß. Dinkel bringt neben seinem nussigen Geschmack einen hohen Anteil an Kieselsäure mit, die die Entwicklung des Gehirns fördert. Dieser besondere Grießbrei schmeckt und tut allen gut, Kindern wie Erwachsenen!