Schulklassen zu Besuch beim Biohof Koller

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Seit drei Wochen darf sich Sandra Koller Erlebnispädagogin nennen – und kann ihre Fähigkeiten gleich zweimal präsentieren: 45 Kinder schwärmen heute über den Hof, morgen kommen noch einmal 60. Für Familie Koller ist das nichts Neues, denn der Besuch von Schüler*innen auf dem Hof begann vor vielen Jahren mit den Klassen der eigenen Kinder. Die Weiterbildung zur Erlebnispädagogin lag für Sandra Koller daher auf der Hand.

 

„Uns ist es wichtig, dass die Kinder etwas anfassen können“, sagt sie. Neben ihr ist eine Station mit verschiedenen Eiern aufgebaut. Hier dürfen die Kinder alle Eier in die Hand nehmen und dem jeweiligen Tier zuordnen: Ist es ein Wachtelei, ein Hühnerei oder ein Straußenei?

 

„In unserer Umgebung gibt es vielleicht noch eine Handvoll Landwirte – wir haben den einzigen  Biohof“, erzählt Werner Koller. Da bereits über die eigenen Kinder der Kontakt zur Schule hergestellt war, ist der Hof ein naheliegendes Ausflugsziel. „In der Schule werden Kinder vieler verschiedener Nationalitäten unterrichtet“, sagt Werner. „Viele von ihnen sehen bei uns zum ersten Mal eine Kuh.“

 

Dass die Aufregung vor allem am Anfang groß ist, ist daher verständlich. Aber mit der Zeit verteilen sich die Kinder: Einige probieren sich am Melken, andere schütteln Butter oder füttern Kühe mit frischem Heu. Nach drei Stunden verabschieden sich die Kinder – ein kleines Präsent und viele Eindrücke im Gepäck –, und Sandra, Werner und Sohn Johannes bleiben geschafft, aber sehr zufrieden zurück.