Infos und frische Luft am Grünlandpflegetag

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Endlich konnten wir uns mal wieder treffen! Rund 50 Landwirt*innen kamen zu unserem Grünlandpflegetag, den der Biokreis NRW gemeinsam mit Kreisverbänden des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) organisierte. Auf dem Biokreis-Betrieb von Alfred Bernhard in Neunkirchen-Zeppenfeld ging es einen Tag lang um die Themen der Grünlandpflege. Martin Hoppe, Experte der Landwirtschaftskammer, informierte; Maschinenvorführungen zeigten die Vor- und Nachteile verschiedenster Techniken.

 

Für die Landwirt*innen war dies nicht nur eine lockere und unterhaltsame Veranstaltung. Es gab auch einige interessante Erkenntnisse. So zeigte zum Beispiel der Traktorenhersteller Lindner einen allradgelenkten Schlepper. Die Allradlenkung hat gerade in schwierigen topographischen Verhältnissen echte Vorteile, schont sie doch den Boden und die Grasnarbe. Und eine dichte Grasnarbe ist das beste Mittel für einen guten Ertrag – wenn denn die Weidezusammensetzung stimmt. Dazu wird vielfach die regelmäßige Nachsaat empfohlen, doch auch der Landwirtschaftskammer-Experte bestätigte, dass die klassische Form der Nachsaat nicht wirklich effizient sei. Denn die Samen einfach „drüberzustreuen“, das bringe wenig neuen Aufwuchs. Wenn, dann nütze dies am ehesten im Herbst. Doch wer wirklich eine erfolgreiche Nachsaat braucht, dem empfahlen alle Experten vor Ort die Schlitzmaschine. Die sei zwar schmal, die Arbeit dauere lange und sei aufwändig, aber dann seien die Samenkörner gut und sicher im Boden abgelegt und können keimen. 

 

Ebenfalls interessant war der Austausch von Erfahrungen zum Thema Walzen. Das Ergebnis kompakt: Ist das Gras zu hoch, ist das Walzen eher negativ. Walzen ist eine gute Maßnahme bei Kurzgrasbeständen, aber auch nicht auf allen Flächen. Genauer Hinschauen lohnt sich.

Fazit: Gut, dass wir uns wieder real treffen können! Wer gute Tipps braucht, für den oder die lohnt sich auch eine weitere Anreise…