Öko-Feldtage mit Lösungen für die Klimakrise

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Der Biokreis war Ende Juni mit einem Stand auf den Öko-Feldtagen in Villmar vertreten. Hier zeigte sich das große Interesse der Branche an Konzepten für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz und der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir eröffneten die große Innovationsschau rund um den ökologischen Pflanzenbau und die Tierhaltung auf der Staatsdomäne Gladbacherhof. „Die Öko-Feldtage zeigen zukunftsweisende Lösungen für die Klimakrise für die gesamte Landwirtschaft“, sagte die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz anlässlich der Eröffnung der Öko-Feldtage. „Über die Krise der globalen Ernährungssicherung dürfen wir die Biodiversitäts- und Klimakrise nicht vergessen“, appellierte Hinz und zeigte sich überzeugt, „dass die Ausweitung des Ökolandbaus die richtige Antwort für unsere Zukunft ist“.

 

Das Klima und der Umgang mit Hitze, Trockenheit und Starkregen wurden im Schwerpunktthema Klima auf den Öko-Feldtagen thematisiert: Beispielsweise sollen 1.200 Bäume, die in den vergangenen Jahren auf Grün- und Ackerland des Gladbacherhofs gepflanzt wurden, helfen, Erosionsschäden zu mindern und die Artenvielfalt auf dem Acker zu steigern. Im Forschungsstall ermöglicht eine hochautomatisierte Technik den Wissenschaftler*innen klimaschädliche Gase zu messen. Sie vergleichen die Ergebnisse bei unterschiedlicher Futterzusammensetzung. 

 

 

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An 30 Prozent Ökolandbau festhalten

„Die Öko-Feldtage sind ein echter Pilgerort für Nachhaltigkeit. Ich gratuliere den Veranstaltern sehr herzlich zu dieser sehr gelungenen Messe“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und ergänzte: „Es ist beeindruckend, was den Besucherinnen und Besuchern auf dem Gladbacher Hof an Innovationen aus Praxis und Forschung geboten wird. Mit dem Thema Klima setzen die Öko-Feldtage genau den richtigen Schwerpunkt in dieser krisengeschüttelten Zeit. Und zeigen in der Tierhaltung und im Pflanzenbau, wie mit Bio zur Lösung aller Krisen beigetragen werden kann. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, dass wir den Ökolandbau zu unserem Leitbild für nachhaltige Landwirtschaft gemacht haben und am Ziel 30 Prozent Ökolandbau bis 2030 festhalten.“ 

330 Ausstellende

Die Veranstaltung fand zum ersten Mal auf dem Öko-Gemischtbetrieb Gladbacherhof in einer typischen Mittelgebirgslage statt. Schwerpunkte des 190 Hektar großen Betriebes sind die Erzeugung von Saatgut (Getreide) und die Milchproduktion. 110 Hektar werden als Ackerland und 75 Hektar als Dauergrünland bewirtschaftet. Die Forschungsaktivitäten befassen sich mit der Resilienz von Agrarsystemen, wie zum Beispiel die Optimierung von Fruchtfolge und Bodenbearbeitung. 

330 Unternehmen, Verbände und Organisationen präsentierten Saatgut, Landtechnik, Betriebsmittel, Futtermittel, Stallbau, Beratungsleistungen und vieles mehr.