Regnerische Gräserschau beim Grünlandtag

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Es hat zwar geregnet – aber das hat höchstens die Zahl der Interessenten geschmälert, nicht aber den fachlichen Input. Denn zum Grünlandtag hatten Biokreis NRW und WLV gemeinsam mit Dr. Edmund Leisen vom Ökoteam der Landwirtschaftskammer auf den Hof von Werner Hock nach Netphen geladen. Das kommt jetzt öfter vor: Der WLV mit seiner Kreisstelle in Kreuztal und der Biokreis Erzeugerring organisieren gemeinsam Fachveranstaltungen für die Landwirt*innen in NRW. Betreut wurde die Veranstaltung von Christian Amend als Biokreis-Berater und Georg Jung, Geschäftsführer des Siegerländer WLV.

 

Handfest waren die Anregungen – schließlich hat das Grünland auch in diesem Jahr kräftig gelitten, Trocken- und Wildschäden sind mittlerweile die üblichen Probleme. Wie sich dies mit passenden Grassorten, mit den richtigen Nachsaatverfahren, mit Weidemanagement und optimierter Nährstoffversorgung beeinflussen lässt, darum drehten sich Gespräch und Ratschläge, mit dem Ergebnis, dass die Verbesserung der Weideflächen ein langjähriger Prozess und sehr vom Standort abhängig ist. Es bedarf einer guten Beobachtung, Bodenproben und durchaus eigenen Versuchen mit Kontrollflächen. Die Intensität von Düngung, Kalkung und Pflege sollte mit der Ertragsfähigkeit des Standorts und der Dauer der Verfügbarkeit der Fläche abgewogen werden. Vor allem sichere und ertragreichere Flächen lohnt es langfristig mit höherem Aufwand zu entwickeln. Und ja: Leider bleibt das Problem Jakobskreuzkraut – und da hilft nur, es frühzeitig auszumerzen…

 

Dank des Engagements der Familie Hock musste auch keiner der Anwesenden bei der Nachbesprechung hungern, dürsten und frieren. In einer Grillhütte konnten die Ergebnisse der Grünlandbegehungen noch vertieft werden. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zeit schultern – das lehrt uns die aktuelle Zeit mit ihren zahlreichen Herausforderungen, hier den zunehmenden Trockenheiten.