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Aktuelles
29.06.2018
Biokreis-Verarbeitertag in Neumarkt: Bio-Mineralwasser ist Zukunftsthema der Branche

Beim Verarbeiter-Treffen des Biokreis, Verband für ökologischen Landbau, kamen Vertreter von mehr als 20 Bio-Betrieben aus Verarbeitung, Handel und Gastronomie zusammen, um ihr gemeinsames Netzwerk zu stärken. An zwei Tagen bot ein abwechslungsreiches Programm Gelegenheit zu Austausch und Gesprächen. Insbesondere die Thematisierung von Wasser als Bio-Lebensmittel stieß bei den Vertretern der Branche auf großes Interesse.  

Zu Gast bei der weltweit größten Bio-Brauerei
Ort des alljährlichen Verbandstreffens war Neumarkt in der Oberpfalz, Heimatstadt der Neumarkter Lammsbräu. Generalbevollmächtigte Susanne Horn führte durch die Räume der weltweit größten Bio-Brauerei und erläuterte die Unterschiede zur konventionellen Bierherstellung. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Konsequenz und Transparenz des Unternehmens bei der Durchsetzung seiner ökologischen Ziele. Nur auf diese Weise, so die einhellige Meinung, ließe sich das Vertrauen der Verbraucher in Bio-Lebensmittel sichern. Im Anschluss gab es die Gelegenheit, den Biohof von Josef Dimler zu besichtigen. Einen anregenden Abschluss des Tages bildete das gemeinsame Essen mit Bierverkostung durch Biersommelier Heinz Kühnlein.

Bio-Wasser – ein wichtiges Zukunftsthema
Dass sauberes Wasser ein hohes Gut ist, war am folgenden Morgen Thema des Vortrags von Dr. Franz Ehrnsperger. Der Vorstand der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser stellte dar, dass trinkbares und schadstofffreies Wasser heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Unter anderem aufgrund der hohen Nitratbelastung des Wassers in Deutschland sei die Aufbereitung mittlerweile mit hohem Aufwand verbunden und teils nicht mehr zu gewährleisten. Um Verbrauchern auch in Zukunft noch reines Wasser von höchster Qualität bieten zu können, habe die Qualitätsgemeinschaft eine Bio-Zertifizierung für Wasser entwickelt. Wasseranbieter sollten zu „Wasser-Bauern“ werden, die ihr Produkt nachhaltig und frei von Schadstoffen herstellen. Es gelte, so Dr. Ehrnsperger, der Mineralwasser-Industrie in dieser Frage mit klaren Konzepten entgegenzutreten.

Netzwerkgedanke gestärkt
In der abschließenden Austauschrunde waren sich alle Teilnehmer einig, dass es der gemeinsamen Anstrengung bedarf, um die Bio-Branche auch in Zukunft voranzubringen. „Uns ist es besonders wichtig, mit unseren Verarbeitern engen Kontakt zu pflegen. Das ist die Idee des Biokreis: Wir wollen uns gemeinsam mit unseren Mitgliedern für eine ökologische Lebensmittelproduktion arbeiten“, so Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.

   
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