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Aktuelles
04.04.2019
Volksbegehren hat Arten- und Naturschutz in den Fokus der Politik in Bayern gerückt

LVÖ Bayern zur Erklärung von CSU und Freien Wählern

Großer Erfolg: Volksbegehren hat Arten-und Naturschutz in den Fokus der Politik in Bayern gerückt

Großer Wurf für die Artenvielfalt – historische Chance nutzen

Indem sie das Volksbegehren annehmen wollen, zeigendie Regierungsfraktionen, dass sie den Wunsch der Bürgerinnen und Bürgerin Bayern nach einem deutlichbesseren Schutz der Artenvielfalt ernst nimmt. Der angekündigte Dreiklang aus annehmen, verbessern und versöhnen geht aus Sicht der LVÖ Bayern in die richtige Richtung. So sei jetzt klar, dass es kein Zurück hinter das durch das Volksbegehren gesetzte Niveau beim Schutz der Artenvielfalt geben kann. Gleichzeitig müsse „verbessern“ bedeuten, rechtliche Unklarheiten auszuräumen und einzelne Regelungenso auszugestalten, dass sie in der landwirtschaftlichen Praxis umsetzbar sind, nicht aber ihre Wirksamkeit zu verwässern. „Der heute zum Ausdruck gebrachte Wille der Landtagsfraktionen von CSU und FreienWählern, in einem großen Wurf, auch über das Volksbegehren hinaus, Gesetze für mehr Naturschutz in Bayern auf den Weg zu bringen und den Schutz der Artenvielfalt zu einem Schwerpunkt der Politik im Freistaat zu machen, zeigt wie erfolgreich das Volksbegehren das drängende Thema in den Fokus gerückt hat“, betont Hubert Heigl, erster Vorsitzender der LVÖ Bayern. Der Runde Tisch bietet nun die Chance, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie auch in Bereichen wie Flächenverbrauch, Stadtplanung und Bildung noch mehr getan werden kann, um die Biodiversität als eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen zu erhalten und die gesamte Gesellschaft in diese Aufgabe einzubinden.

Ökolandbau konsequent und nachhaltig ausbauen

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass Ministerpräsident Söder angekündigt hat, den ökologischen Landbau stärker als bisher zu fördern. Um die Ausbauziele aus dem Volksbegehren zu erreichen, reichen einzelne Maßnahmen nicht aus – wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auch langfristig wirksame Instrumente wie die Schaffung von Strukturen in Verwaltung, Forschung und Bildung für den ökologischen Landbau berücksichtigt. „Gerade im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung hat die Staatsregierung die Möglichkeit, ganz konkret etwas für die Nachfrage nach Bio-Produkten zu tun“, macht Heigl deutlich. „Auch dieAusweisung von weiteren Öko-Modellregionen ist ein wichtiger erster Schritt“, freut sich Heigl. Diesem müssten jedoch weitere folgen – hierfür hat die LVÖ Bayern konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt.

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ Bayern) vertritt als Dachverband der Öko-Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter die Interessen des Ökolandbaus in Bayern. Der Ökolandbau und die Öko-Lebensmittelwirtschaft in Bayern stehen für mehr als 50.000 Beschäftigte, mehr als 3Milliarden Euro Jahresumsatz, rund 9900landwirtschaftliche Öko-Betriebe auf rund 345.000ha Fläche und über 3.000 Öko-Verarbeitungs-und Handelsbetriebe. Mehr Informationen: www.lvoe.de

   
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